Songs auf Deutsch zum Mitträllern!


Epste?n

Ölige Brüder

Verpiss Dich!
Speculum In Podice

Am Schlossplatz vereint

Feuer im Winterherz

Steuern auf mein Haupt

Zwischen Glocken und Beton

Untertischtapeten

Heiliger Krieg

Tag der Entrückung

Der Exorzist

Hier kommt Lea!
Am Schlossplatz vereint

Am Schlossplatz vereint
Am Limbacher Schlossplatz steht unsre Schule
Hier lern ich gern, das ist das Coole
Klein und familiär, für alle offen
Hier darf man träumen, lachen, hoffen.
Wir gehn fair miteinander um
Gewalt bleibt draußen, Courage bringt Schwung
Hier zählt nicht nur, was du schon kannst
Sondern wie du deinen Weg planst
Gemeinsam lernen, Schritt für Schritt
Die Schule geht mit jedem mit
Gemeinschaftsschule am Schlossplatz, wir gehen voran
Soziales Engagement fängt hier jeden Tag an
Mit Herz, mit Mut, gemeinsam stark
Unsere Schule – mehr als ein Ort, mehr als ein Park
Wir lernen hier fürs Leben viel
Die Zukunft hat ein klares Ziel
Ausbildung, Schule – alles drin
Damit ich weiß, was ich mal werden will
Mit Lernpfad, der mir Hilfe gibt
Weil jeder anders lernt und liebt
Erasmus+, Europa so nah
Schüler aus anderen Ländern – wunderbar
Freundschaft kennt kein fern und nah
Europa ist ganz greifbar da
Gemeinschaftsschule am Schlossplatz, wir geh’n nicht allein
Jeder darf hier er selbst sein
Zusammen lernen, zusammen verstehn
Zusammen in die Zukunft gehn
AGs, die uns begeistern, stets Kann und kein Muss
Sport, Musik, Kreatives – jeder findet hier sein Plus
Freizeitangebote, Zeit zum Sein
In der Mensa kommen wir zusammen, keiner is(s)t allein
Gemeinschaftsschule am Schlossplatz, das sind wir
Offen, stark, gemeinsam hier
Mit Respekt, mit Chancen, mit Vision
Unsere Schule – unsere Generation
Am Schlossplatz in Limbach, Hand in Hand
Lernen fürs Leben, mit Herz und Verstand
Der Exorzist

Libera me, Domine (Befreie mich Herr)
De tenebris animae (Von der Dunkelheit der Seele)
Non in puella, sed in me (Nicht im Mädchen, sondern in mir)
Libera me, libera me (Befreie mich, befreie mich)
Glocken brechen aus Erz und Stein
Der Himmel färbt sich blutig ein
Weihrauch kriecht durch kalte Hallen
Wie Schatten, die vom Glauben fallen
Ein Flüstern weht durch Tür und Tor
„Aperi portas…“ – das Dunkel tritt hervor (Öffne die Türen)
Er schreitet durch das Kirchenschiff
Ein Mann aus Buße, Stolz und Gift
Das Kreuz erhebt sich in der Hand
Wie ein Urteil, hart gebannt
„In nomine Patris!“ – ruft er laut (im Namen des Vaters)
Sein Blick ist Feuer, kalt und rauh
Das Mädchen kniet im Kerzenschein
Mit Augen klar – fast engelsrein
Gefesselt durch die fromme Pflicht
Von Angst, die aus den Psalmen spricht
Er sieht im Zittern schon das Tier
Doch nur sein Wahn spricht aus ihm hier
Libera me, Domine (Befreie mich Herr)
De tenebris animae (Von der Dunkelheit der Seele)
Non in puella, sed in me (Nicht im Mädchen, sondern in mir)
Libera me, libera me (Befreie mich, befreie mich)
Libera me, Domine
De tenebris animae
Non in puella, sed in me
Libera me, libera me
Exorzist – erheb´ dein Wort
Verdamm´ das Kind am heiligen Ort
Du jagst den Teufel aus ihrem Blut
Doch nährst in dir die schwarze Glut
Geweihtes Wasser fällt wie Stein
Auf Haut, die immer schon war heilig rein
Latein zerbricht in Marmorhallen
Wie morscher Glaube, abgefallen
„Exorcizo te!“ – sein Atem brennt (Ich treibe dich aus)
Als wär’ er selbst der, der sie kennt
Er presst das Kreuz in zartes Fleisch
Sein Eifer bricht – fanatisch, bleich
Ein Schrei erklingt – doch nicht von ihr
Er stammt aus seinem Innern hier
Ein Flackern huscht durch sein Gesicht
Ein Schatten, der den Schein zerbricht.
Parce mihi, Domine (Erbarme dich meiner, Herr)
Quia peccavi (Denn ich habe gesündigt)
In speculo veritas apparuito (Die Wahrheit erschien im Spiegel)
Libera me, sed non possum (Befreie mich, aber ich selbst kann es nicht)
Exorzist – erheb´ dein Schwert
Gegen ein Herz, das sich nicht wehrt
Du rufst den Dämon in die Nacht
Und merkst zu spät, wer in dir wacht
Ein Spiegel stürzt vom Hochaltar
Zerspringt in Splitter, es wird klar
Im Glas kein Kind mit schwarzem Blick
Nur er in seinem Wahnsinnstick
Der Chor erhebt sich, Sturm aus Stein
„Non illa! Non illa!“ – hallt es hinein (Nicht sie! Nicht sie!)
„Daemon habitat in corde tuo!“ (Der Dämon wohnt in deinem Herzen!)
Und seine Augen werden hohl
Die Stimme, die er Dämon nennt
Ist die, die tief in ihm schon brennt
Kein fremder Geist, kein fremdes Sein
Er selbst lud ihn ins Herz hinein
Exorzist – nun knie im Staub
Der Himmel bleibt für dich stets taub
Du jagtest Schatten durch ihr Blut
Und gabst dem Abgrund neue Glut
In nomine Patris — cadit sacerdos! (Im Namen des Vaters – der Priester fällt)
In nomine Filii — cor eius ardet! (Im Namen des Sohnes – sein Herz brennt)
In nomine Spiritus — daemon regnat! (Im Namen des Heiligen Geistes – der Dämon herrscht!)
Libera me (Befreie mich)
Sed sero est (Aber es ist zu spät)
Kerzen verlöschen, Rauch wird kalt
Die Kathedrale schweigt alsbald
Ein Talar liegt im Marmorstaub
Der Glaube fault, dem Sinn beraubt
Wo einst ein Priester bannen wollt´
Was nie im Kind gebor´ n sein konnt’
Dort bleibt nur Wahrheit, schwarz und schwer
Der Dämon war schon immer er
Epste?n

De Mortii Nihil Nisi Bene
(Über die Toten nur Gutes)
SED SUNT EXCEPTIONES!!!
(Aber es gibt Ausnahmen!!!)
In dieser wunderschönen Welt
Geht´ s kaum um Liebe, nur um Geld
Und mancher, der hat allzu viel
Treibt mit dem Rest ein böses Spiel*
Die Grenzen von Moral verschoben
Unangreifbarkeit wird erhoben
Man holt sich Mädchen wie ein Greif
Auch wenn die Früchte gar nicht reif
Versprechungen nach Geld aus Gier
Machen die lüsternen Herren ihr
Komm zu mir her und du kommst weit
Mach nur mal deine Beine breit
Epste?n, Epste?n,
Alles soll versteckt sein
Doch was versteckt soll sein bei Nacht
Wird rausgehängt
Die junge Dame lacht
Die Jugend kommt so schmackhaft vor
Auch wenn voll´ Falten ist der alte Tor
Der nur mit einer Zelle denkt
Die zwischen seinen Beinen hängt
Die Reichen, Großen, diese Luschen
Sind Weltmeister dann im Vertuschen
Glauben danach, kein´ Straf ´ sie trifft
Weil man sie schlau mit Geld umschifft
Epste?n, Epste?n,
Alles soll versteckt sein
Doch was die Sache eklig macht
Ist, was das Mädchen hier durchmacht
und dass sie später nicht mehr lacht
Doch leider hat die Rechnung Fehler
Vertuschung bringt dir keine Zähler
Geschwärzte Akten helfen nicht
Die Wahrheit kommt trotzdem ans Licht
Epste?n, Epste?n
Alles muß versteckt sein
Die Schuld, die schreit dich an bei Nacht
Die Hölle heiß, der Teufel lacht
(* Allseits bekannte und gewürdigte verdienstvolle Philanthropen und Mäzene sind hier ausdrücklich ausgeschlossen!)
Feuer im Winterherz

Schnee fällt sacht auf kalte Straßen
Atem malt Figuren in die Nacht
Über mir ein stiller Himmel
Doch in mir brennt eine Macht
Kerzen flackern auf den Dächern
Kinderlachen hinter Glas
Alte Lieder
Ferne Zeilen
Wie ein Weg durch tiefes Nass
Ich war müde von den Tagen
Von dem Grau
Das alles frisst
Doch heut spür ich unter Narben
Dass da mehr als Schatten ist
Hörst du
Wie die Glocken tragen
Über jedes müde Herz
Jeder Schlag ein kleines Versprechen
Mehr als Kälte
Mehr als Schmerz
Feuer im Winterherz
Leuchtet durch die Nacht
Hoffnung wie ein Sternenmeer
Das über Wunden wacht
Feuer im Winterherz
Hält die Welt im Arm
Wenn wir zusammen singen
Wird jeder Funke warm
Alte Fotos auf dem Tischrand
Staub tanzt still im Kerzenschein
All die
Die nicht mehr hier sind
Laden uns zum Lächeln ein
Ich heb mein Glas in die Stille
Flüstere: „Ich trag euch mit“
In Geschichten
In den Blicken
In jedem neuen Schritt
Hörst du
Wie die Glocken fragen
Wer du bist und was du willst
Zwischen Tannenduft und Tränen
Ob du diesen Moment fühlst
Feuer im Winterherz
Leuchtet durch die Nacht
Hoffnung wie ein Sternenmeer
Das über Wunden wacht
Feuer im Winterherz
Hält die Welt im Arm
Wenn wir zusammen singen
Wird jeder Funke warm
Lass die Mauern fallen
Stein für Stein
Heut darfst du zerbrechlich
Heut darfst du sein
Aus den leisen Splittern
Wächst ein neuer Tag
Hörst du
Wie die Zukunft
Deinen Namen sagt?
Feuer im Winterherz
Leuchtet durch die Nacht
Hoffnung wie ein Sternenmeer
Das über Wunden wacht
Feuer im Winterherz
Hält die Welt im Arm
Wenn wir zusammen singen
Wird jeder Funke warm
Heiliger Krieg

Dein Mantel ist aus Handgranaten
auch Kinder sind bei euch Soldaten
mit Stolz trägst du ganz schwere Waffen
um andere dahinzuraffen
Nicht-Moslems sollen sein das Ziel
möglichst brutal und möglichst viel
bereit zu jeder schlimmen Tat,
doch das ist gar nicht Allah´ s Pfad
Wie kannst du glauben, es sei gut
zu töten mit viel blinder Wut
wie kannst du hassen, Aufruhr führen
kannst du nicht Allah ´ s Liebe spüren
Allah, der ist nicht euer Depp
ein heil´ ger Krieg ist nicht sein Zweck
denn im Koran, da steht geschrieben
Barmherzigkeit, das sollst du üben
Mißbrauchst du Allah ´ s heil´ gen Namen
und streust das Böse wie ein Samen
dann werden im himmlischen Garten
Jungfrauen auf dich niemals warten
Allah, der hat in seiner Macht
alle Menschen gleich gemacht
er liebt und schätzt all seine Kinder
ob Jude, Moslem, Christ nicht minder
doch Achtung vor uns aller Leben
hat er dir scheinbar nicht gegeben
ein Krieg kann niemals heilig sein
wann geht das in dein Schädel rein
Wie kannst du glauben, es sei gut
zu töten mit viel blinder Wut
wie kannst du hassen, Aufruhr führen
kannst du nicht Allah ´ s Liebe spüren
Allah, der ist nicht euer Depp
ein heil´ ger Krieg ist nicht sein Zweck
denn im Koran, da steht geschrieben
Barmherzigkeit, das sollst du üben
Mißbrauchst du Allah ´ s heil´ gen Namen
und streust das Böse wie ein Samen
dann werden im himmlischen Garten
Jungfrauen auf dich niemals warten
Wie kannst du glauben, es sei gut
zu töten mit viel blinder Wut
wie kannst du hassen, Aufruhr führen
kannst du nicht Allah ´ s Liebe spüren
Allah, der ist nicht euer Depp
ein heil´ ger Krieg ist nicht sein Zweck
denn im Koran, da steht geschrieben
Barmherzigkeit, das sollst du üben
Mißbrauchst du Allah ´ s heil´ gen Namen
und streust das Böse wie ein Samen
dann werden im himmlischen Garten
Jungfrauen auf dich niemals warten
Hier kommt Lea!

Hey, hey, hier kommt die Story, hör gut zu
Von einem Mädchen mit Herz und Mut im Nu
Zehn Jahre jung, doch schon ganz groß
Lea ist da – und legt einfach los
Wenn jemand fällt, ist sie gleich da
Steht auf für ihre Freunde, immer, ist doch klar
Neugierig auf alles, fragt: „Warum? Wieso?“
Lea schaut nach vorn, macht ihre Freunde froh
Lea, Lea, sie steht für euch ein
Mit einem Lächeln und ’nem starken Sein
Lea, Lea, die Schule bebt
wenn sie mit ihren Ideen durchs Klassenzimmer fegt
In der Pause vorm Spiegel, ganz heimlich, ganz fein
Ein bisschen Glitzer, „Ich will ich sein“
Und wenn die Lehrer sich wundern, was heut so los ist
Dann liegt’s daran, dass Lea einfach Lea ist
Lea, Lea, sie steht für euch ein
Mit Lächeln, Mut und ’nem starken Sein
Lea, Lea, die Schule bebt
Wenn sie mit ihren Ideen durchs Klassenzimmer fegt
Alle Klos sind schon wieder blockiert
Keiner weiß genau, wie das passiert
Und wenn’s mal Ärger gibt auf dem Gang
Stehen ihre großen Brüder da – bodyguardenlang
Lea, Lea, sie steht für euch ein
mit Lächeln, Mut und ’nem starken Sein
Lea, Lea, egal was auch geht
Sie zeigt dir, wie man füreinander einsteht
Zehn Jahre jung, doch schon so weit
Lea geht voran, bereit für die Zeit
Merk dir den Namen, vergiss ihn nie
denn Lea bleibt Lea – wild, stark, einfach wie sie
Ölige Brüder

Schwarzer Regen fällt vom Himmel
schmiert die Welt in dunkles Licht
Gold aus Schlamm, aus Tod geboren
doch satt und froh werden sie nicht
Hinter Glas in Türmen thronen
Mächte, die die Preise drehn
Während draußen ganze Länder
an der Zapfsäul´ untergehn
Wenn der Markt mal kurz erzittert
heulen sie den Sturm herbei
Krisen werden schnell erfunden
Angst verkauft sich sorgenfrei
Jede Schlagzeile ein Hebel
jede Lüge blankes Erz
Während irgendwo ein Arbeiter
zählt die Münzen voller Schmerz
Ölige Brüder, Herren vom Teer
fressen die Zukunft, verlangen stets mehr
Schwarze Profite, Blut im Revier
tanzen im Feuer aus Profit und Gier
Ölige Brüder, Dämonen vom Fass
drehn an der Schraube mit höhnischem Hass
Während die Welt langsam verbrennt
lacht ihr, weil ihr den Preis bestimmt
Kinder frieren in den Städten
Heizungen bleiben kalt wie Stein
Doch bei euch, da fließen Flüsse
aus Champagner, Gold und Geldschein
Mit Verträgen wie mit Dolchen
stecht ihr tiefer Jahr für Jahr
Und nennt den Raub dann “Marktgesetze”
als ob Gier je gesetzlich war
Ölige Brüder, Meister der Nacht
habt aus der Krise euer Königreich gemacht
Preise steigen, eure Taschen so schwer
doch euer Gewissen wiegt gar nichts mehr
Ölige Brüder, Fürsten vom Schacht
habt aus der Angst einen Handel gemacht
Während die Welt nach Hoffnung schreit
zählt ihr nur Profit zu jeder Zeit
Doch jedes Feuer frisst sein Fass
jede Flamme stirbt im Wind
Und wenn der letzte Tropfen brennt
fragt die Erde, wer wir sind
Dann helfen keine Türme mehr
kein Vertrag, kein schwarzes Geld
Wenn die Wahrheit aus dem Boden
wie ein brennender Sturm aufquellt
Schwarzer Regen fällt noch immer
doch die Zeit schreibt ihr Gericht
Und die Schatten eurer Reiche
fürchten längst das Morgenlicht
Denn die Welt wird einmal merken
dass Mammon nicht unendlich fließt
Jedoch den Öligen Brüdern
Gierig Herz und Hirn zerfrisst
Schwarze Profite, das Dunkel gefriert
Speculum In Podice

Die Nacht riecht streng nach saurem Tee
Der Magen knurrt und tut auch weh
Ein letzter Blick aufs Schinkenbrot
Ab Mitternacht herrscht das Essverbot
Ein dumpfes Grollen aus der Tiefe
Das Darmhirn denkt: „Ich brauch´ mal Hilfe!“
Der Doktor grinst mit Latexhand.
Willkommen jetzt im…
DICKDARMLAND!!!
Gestern noch beim Döner König
Doch heute nüchtern, elend, tränig
Ich trank den Sud aus Höllenkraut
Der jede Menschenwürde raubt
Der Darm spielt plötzlich Sturzbachlauf
Die Klospülung gibt fast schon auf
Im Wartezimmer bleich´ Gesichter
Wie Wikinger vorm Jüngsten Richter
Mein Darm ist dazu nicht bereit
Verliert er doch Jungfräulichkeit
Der Schlauch glänzt kalt im Neonlicht
Mein Hintern will das alles nicht
Speculum in Podice
Da drinnen leuchtet´ s irgendwie
Drahtschling´ und Schlauch, allsamt rektal
Mit Kamera für jeden Fall
Speculum in Podice
Die Darmeswand Such-Odyssee
Polyp geschabt mit Energie
Ein Hoch auf die Koloskopie
Der Monitor zeigt majestätisch
Mein Innenleben, fast ästhetisch
Der Doktor spricht mit Fachverstand
„Was ich da find´, höchst interessant.“
Egal was dieser Doc auch tut
Mein Kreislauf denkt: „Ich geh kaputt.“
Doch plötzlich hallt ein Donnerbass
Die Praxis schweigt. Betroffen. Krass.
Ein Praktikant kippt fast vom Hocker,
Der Arzt bleibt eisern, mild und locker:
„Ganz natürlich“, spricht er fein
„Das Därmlein möcht´ entlüftet sein.“
Speculum in Podice
Da drinnen leuchtet´ s irgendwie
Drahtschling´ und Schlauch, allsamt rektal
Mit Kamera für jeden Fall
Speculum in Podice
Die Darmeswand Such-Odyssee
Polyp geschabt mit Energie
Ein Hoch auf die Koloskopie!
Für Darmgesundheit wird gelitten
Notwend ´ges Übel, unbestritten
(Raise your scopes into the night!)
Wer niemals sich hat spiegeln lassen
Verpasst den Spass, und dies in Massen
(Raise your scopes for big delight!)
Und nach des Spiegelns endend Frist
Von Gasen Du getragen wirst
Die Hose sitzt, die Würde weg
Doch immerhin hat alles Zweck.
Und wenn der Doc zufrieden nickt
Hat sich der ganze Spaß geschickt
Nicht nur im Sturm zeigt sich drum Mut
Nicht in der Ehe feurig´ Glut
Nein, man erringt auch manche Siege
im Baumwollhöschen auf der Liege
Ein letzter Donner aus dem Darm
Die Welt ist bunt, der After warm.
Der Blähbauch bringt dir Auftriebskraft
Du schwebst nach Haus ´, es ist geschafft!
Steuern auf mein Haupt

Der Morgen bricht an, doch er fühlt sich schwer
Wir suchen nach Wegen, doch finden nichts mehr
Die Zahlen auf Zetteln wie Fesseln aus Blei
Und wieder ein Monat, der kaum zieht vorbei
Wir sitzen am Tisch, wo die Hoffnung einst saß
Jetzt stapeln sich Sorgen. in jedem Fach
Die Kleinen weinen: „Warum nur so wenig?“
Und jede Antwort klingt gleich, wie schon ewig
Wir schuften von früh bis tief in die Nacht
Doch alles, was reinkommt, wird fortgebracht
Ein Teil für die Miete, viel für den Staat
Und uns bleibt als Rest nur Gnadenrat
Wie lange noch, kann ´s einer fassen
Dass uns die Möglichkeiten erblassen
Das bisschen Glück, das uns noch bleibt
Zerrinnt uns leise, wie die Zeit
Steuern auf mein Haupt, sie drücken mich nieder
Sie kommen und kommen, sie kommen stets wieder
Wir tragen die Last, bis die Kraft nicht mehr reicht
Und fragen uns heimlich, was bleibt uns vielleicht
Steuern auf mein Haupt, wir spielen den Held
Doch manchmal zerbricht uns die Last dieser Welt
Die Preise steigen, das Leben wird knapp
Wir halten zusammen, doch kommen nicht nach
Es klingt wie ein Witz, doch ist keiner gemeint
Ein Lächeln braucht mehr, als es erscheint
Sie reden von Ordnung, von Pflicht und Gesetz
Doch sehen nicht, wie es Familien zerfetzt
Wir ringen um Wärme, wir ringen um Licht
Doch der Staat nimmt zuerst, uns bleibt der Verzicht
Hier steh´ n wir, ernüchtert, der Hoffnung beraubt
Dass uns wird ein wenig mehr Freiheit erlaubt
Wir stehen am Rand, doch fallen wir nicht
Denn Hoffnung trägt uns durch un ´srer Pflicht
Steuern auf mein Haupt, sie drücken mich nieder
Sie kommen und kommen, sie kommen stets wieder
Wir tragen die Last, bis die Kraft nicht mehr reicht
Und fragen uns heimlich, was bleibt uns vielleicht
Steuern auf mein Haupt, wir spielen den Held
Doch manchmal zerbricht uns die Last dieser Welt
Vielleicht kommt ein Morgen, der leichter sich zeigt
Wo das Leben uns wieder ein Stückchen verzeiht
Vielleicht gibt es Wege, wir sehen sie nicht
Doch irgendwas flüstert: „Verlier nicht dein Licht“
Und auch wenn wir wanken, wir stehen noch hier
Denn alles, was zählt, sind die Menschen bei mir
Der Abend fällt leise, die Straßen so kalt
Doch unser Herz schlägt weiter, wird niemals alt
Wir tragen die Bürde, und leben schlicht
Steuern auf ´ s Haupt, doch sie brechen uns nicht
Tag der Entrückung

Der Himmel reißt in kaltem Schein,
Die Welt hält an, will nicht mehr sein.
Ein letzter Schlag, die Zeit erstickt,
Kein Weg zurück, kein Augenblick.
Sirenen heulen scharf im Wind,
Und die Angst macht stumm und blind.
Kein Gott antwortet, fast jeder schreit.
Die Schatten wachsen, lang und breit,
Das Ende der Bequemlichkeit,
Aus Sekunden wird ´ne Ewigkeit.
Hörst du das Rufen, fern und klar?
Wie ein Urteil, längst schon wahr.
Zwischen Hoffnung, Schuld und Pflicht
Öffnet sich das letzte Licht.
Am Tag der Entrückung wird entschieden,
Wer fällt zurück, wer ist geblieben.
Der Tag der Entrückung, schwarz und rein,
Zwischen Feuer, Staub und Sein.
Der Tag der Entrückung, hör den Schwur,
Kein Vielleicht mehr, keine Spur.
Leere Straßen, offne Türen,
Namen, die ins Nichts hin führen.
Liebe liegt wie Glas im Staub,
Zerstörte Schwüre, der Glaube taub.
Hände greifen ins Verderben,
Nichts zu halten, nur noch sterben.
Jede Tat hat jetzt Gewicht,
Eine Maske schützt dich nicht.
Jede Lüge, jeder Eid
Zahlt den Preis der Wirklichkeit.
Am Tag der Entrückung steh ich hier,
Mit meiner Schuld vor Gott und mir.
Der Tag der Entrückung, kalt und klar,
Zeigt, was falsch und richtig war.
Der Tag der Entrückung, letzter Schrei,
Die Zukunft wird nun endlos frei.
Was bleibt von mir, wenn nichts mehr bleibt?
Wenn Wahrheit brennt und Hoffnung schweigt?
War ich mehr als Angst und Zeit,
Mehr als ein Kampf der Ewigkeit?
Wenn Engel fallen, Dämonen knien,
Wird man mich richten – gibt´ s ein Flieh´n?
Der Himmel schließt sein letztes Tor,
Die Erde kniet, verstummt im Chor.
Ein Flügelschlag, ein letztes Sehen,
Kein Entkommen, kein Verstehen.
Im Feuer der Entscheidung bleibt allein
Was unlauter war und was unrein,
So stehen Seelen mit Bedrückung
Am sicheren Tage der Entrückung.
Untertischtapeten

Einst freier Mann mit freiem Sinn
Heute nur noch unten drin
Früher laut, jetzt still und klein
Eingesperrt im Eheschrein
Rockband weg, der Rest verkauft
Weil „man sowas eh´ nicht braucht“
Hobbys weg, das Bier wird schal
Musik und Feiern war einmal
Reparieren, Müll hinaus
Schleppen, zahlen, rund ums Haus
Immer springen, immer rennen
Doch nie den eig´ nen Anspruch nennen
Untertischtapeten — nicht diskutieren, funktionier!
Nimm dein Werkzeug, reparier´ s
Untertischtapeten — steh bereit!
Dein Leben zählt als Arbeitszeit
Untertischtapeten — null Ahnung, wie das geht
Drum kümmer´ dich, du weißt, wo ´s steht
Kaputte Lampe? „Mach das schnell!“
Steuerproblem? „Du regelst’s, gell?“
kein Urlaub, aber jede Pflicht
Doch eigene Wünsche zählen nicht
Muckt er auf, wird er verlacht
„Hab dich nicht so, ist doch gleich gemacht“
Unter´ m Tisch sitzt er wie Luft im Raum
Ein stummer Rest vom alten Traum
Untertischtapeten — zahl und trag!
Funktionieren, Tag für Tag
Untertischtapeten — Kopf gesenkt!
Während man über dich hinweg lenkt
Untertischtapeten — kalt und leer!
Vom freien Mann bleibt gar nichts mehr
Einst war Feuer in seinem Blick
Nun ist es aus, kein Weg zurück
Kein eigenes Wort, kein eigener Plan
Weil man „doch drüber reden kann“
Doch reden heißt: es wird gemacht
Was andere ziehen in Betracht
Untertischtapeten — knie dich hin!
Pflicht ersetzt den Lebenssinn.
Untertischtapeten — letzter Rest!
Von einem Mann, den man vergisst.
Untertischtapeten — dumpf und stumm!
Bis er zerbricht und auch verstummt
Im Fernsehen läuft zum tausend´ mal
Ne dumme Serie, öd´ und schal
Doch unter´m Tisch, dort klebt sein Leben
Zwischen Pflicht und ohnmächtig Aufgeben
Verpiss Dich!

Du kommst aus einem fremden Land
unsere Sitten sind dir wohlbekannt
doch davon willst du gar nichts wissen
du willst nur Ungläubige dissen
du grapscht unsre Frauen an
und glaubst ganz fest, du seist ein Mann
in dunklen Ecken hältst du Reden
auf die wir wirklich gar nichts geben
Respekt – das schrei ich dir ins Ohr
Respekt – kommt bei dir gar nicht vor
Dank dafür, was man dir gibt
das meiste hast du eh´ versiebt
Verpiss dich! – Anti-Inklusion
ist der Name deines Throns
Verpiss dich – denn mit Messer zeigen
kannst du es hier ganz schnell vergeigen
Machst dicke Arme, zeigst die Kraft
doch dein Kollege krumm sich schafft
Hab viele Freund aus dein Region
die schuften für ´ nen kleinen Lohn
sind freundlich, ehrlich und auch mutig
und rackern sich die Hände blutig
doch du, du hältst den Staat für blöd
weil ´ s auch ohne Arbeit geht
Respekt – das schrei ich dir ins Ohr
Respekt – kommt bei dir gar nicht vor
Dank dafür, was man dir gibt
das meiste hast du eh´ versiebt
Verpiss dich! – Anti-Inklusion
ist der Name deines Throns
Verpiss dich – denn mit Messer zeigen
kannst du es hier ganz schnell vergeigen
Du bist Gast
hast du ´ s erfasst?
versaust den Ruf aller Migranten
und wirst bald in der Zelle landen
Verpiss dich! – Anti-Inklusion
ist der Name deines Throns
Verpiss dich – denn mit Messer zeigen
kannst du es hier ganz schnell vergeigen
Verpiss dich!
Zwischen Glocken und Beton

Leere Bänke kalter Stein
Flüstern verfängt im Kirchenschrein
Draußen tobt das echte Leben
Drinnen bleibt die Zeit nur stehen
Kerzen flackern werfen Schatten
Auf den Glauben den wir hatten
Predigtworte ziehen Kreise
Doch sie gehen nicht auf Reise
Und die Jugend bleibt vor Türen
Kann die Liebe nicht mehr spüren
Und wir fragen uns im Schatten
Warum kommt hier keiner mehr?
Warum klingt die alte Sprache
Für die Jungen nicht mehr schwer?
Zwischen Glocken und Beton
Liegt ein tiefer alter Ton
Den die Jugend kaum noch hört
Weil er sie nicht mehr berührt
Und der Himmel bleibt so still
Weil niemand hier noch fühlen will
Was die Mauern einst erzählt’n
Jetzt nur Schritte die verwehten
Bunte Lichter schnelle Straßen
Leben das wir kaum erfassen
Und die Kirche steht als Richter
doch ihr Leuchten wird stets schlichter
Keine Fragen keine Hände
Keine Stimme die das wendet
Und wir seh’n die leeren Reihen
Und halb erstickt ertönt der Schrei
Kann man Nähe neu erfinden
Oder bleibt´ s beim alten Brei?
Zwischen Glocken und Beton
Geht die alte Welt davon
Weil der Klang im Herzen fehlt
Der von wahrer Wärme erzählt
Und der Himmel bleibt so still
Weil niemand hier noch fühlen will
Was die Mauern einst berührt
Kein Gefühl – uninteressiert
Vielleicht braucht es neue Lieder
Neue Wege neue Glieder
Die das Große neu erzählen
Ohne junge Seelen zu verfehlen
Vielleicht muss man Tür´ n aufschlagen
Statt Uraltes ´rum zu tragen
Leere Bänke kalter Stein
Doch ein Funken zieht herein
Wenn man wieder Worte findet
Die die Jugend neu verbindet
🥁 🎹 Enjoy the beat! 🎤🎸
Über einen Kommentar auf meiner Webseite würde ich mich freuen!




